Racing News

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Winterarbeiten 2011 / 2012

Viel Zeit ist vergangen und wir haben die Wintermonate genutzt um einiges am Chevi  zu verändern, erneuern und zu verbessern. Neu gibt es nun zwei 1050 Holley Dominator Vergaser, von denen wir uns noch Einbissen mehr Leistung erwarten. Die Hinterachs-Übersetzung wurde von 4.86 auf 4.11 verlängert. Doch nicht nur dass, zugleich wurde der Third-Member gleich noch in Aluminium mitbestellt. Damit das ganze auch hält, sind neu nun 35 Spline Steckachsen im Einsatz. Weiter wurde zur Stabilisierung der Achse ein Wishbone eingeschweisst und ein neues Verstellbares Strange Gewindefahrwerk wurde verbaut.

Als abschliessende Arbeit steht noch das einpassen des Funny Cage an. Für die nächste Chassis - Abnahme erhoffen wir uns dann eine 7.5 sec. Zertifizierung. Man weiss ja nie, vielleicht gibt es doch mal noch ein NOS System oder so…….7.5sec. zertifizierung in Bechyne erhalten.

 

Test Tage in Bitburg 2012

Nach einem langen und intensiven Winter, welchen wir immer wieder mit Schrauben, anpassen und erneuern verbracht hatten, hiess es dann am 08.06. – 10.06. das verbaute und geänderte in Bitburg zu testen. Das Wetter versprach nichts Gutes, trotzdem nahmen wir die Kilometer unter die Räder und hatten Glück, kein Regentropfen beehrte uns. Die neu verbaute Hinterachse machte seinen Dienst und meine grösste Sorge dass der Camaro nicht mehr gerade marschiert, stellte sich zum Glück nicht ein. Nach ein paar Runs mit halb Gas, stand nun der Test mit den neuen 1050 Pro Systems Vergaser an. Diese wollten anfangs jedoch nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Zu magere Laufleistung, Drehzahlverlust im oberen Bereich, waren nur ein Teil der Probleme. Es stellte sich heraus, dass die Teile mit zu viel Luft durch den Scoop versorgt wurden. Wobei man erwähnen muss, dass die Platte für den Ram-Air Effekt nicht fehlen darf. Die Idee von Buddy, den Scoop teilweise zu verschliessen gab uns recht in der Annahme mit dem Luft-Problem. Die erste 8.6sec Zeit wurde danach wieder erreicht.Das Fazit des Settings ist vielversprechend, noch ein paar kleine Änderungen und dann kann die Saison beginnen.Vielen Dank an das Team von 1on1, speziell an Harald, Erika und Silke, wir kommen immer wieder gerne zu euch.

Race Days in Bechyne 2012

Mit Wettervorhersagen von wolkenlos und Temperaturen mit bis zu 35°, starteten wir am Mittwoch-Nacht (27.06.) Richtung Bechyne. Die letzten 20 Kilometer nach Bechyne waren dann aber gefühlte 4 Stunden, wobei uns das Navi noch einen Streich spielte und uns in die Hinterhöfe der tschechischen Ureinwohner führte.

Angekommen am Rennplatz, erwartete uns Kalle Kleider auch schon mit einem reservierten Standplatz. Der Lageraufbau war auch mit dem dezimierten Team keine Sache. Freitagnachmittag startete das freie Training, welches wir nutzten, um unser Vergaser Problem testen zu können. Der Sauerstoffgehalt der Luft war gleich null und die sehr heissen Tagestemperaturen wollten den Motor nicht zu Höchstleistungen bringen. Zudem hatten wir mit erheblichen Traktions Problemen zu kämpfen, was aber nicht an der Strecke gelegen hat, wie wir erst vermuteten. Am ganzen Weekend war es uns nicht möglich, nur in die Nähe unseren Bestzeiten von 8.3 zu kommen. Wie schon erwähnt, waren die heissen Temperaturen ein Problem, sowie auch die Reifen, welche sich zu schnell abgebaut hatten, und somit keine Traktion mehr garantieren konnten. Nach einem eher ernüchternden Race weekend, was die Platzierung anging, war das Wetter umso schöner. Laue Sommernächte und gute Stimmung liessen uns die vermiesten Läufe wieder vergessen. Die neuen Reifen sind aufgezogen und wir sind startklar für das Rennen in Drachten (2), wo wir hoffen, dass wir die Strecke für alle Tage im trockenen Zustand sehen werden. Vielen Dank an die super Organisation der Predators und der MSTO, wir kommen gerne wieder!

Nitrolympics (NOX), 10.-12.2012, Hockenheimring.

Super Pro ET: Zwei Teilnehmer der Supro ET Challenge haben den Weg ins Finale geschafft. Mike Bruckmüller gewinnt in dem knappsten Finale des Tages gegen Bert Gorselitz. Mike ist 0.002 Sekunden vom Dial in entfernt, Bert 0.003 Sekunden. Mike gewinnt das Rennen aber an der Ampel mit einer RT von 0.005 Sekunden. Was für ein Rennen!

Das Finale sieht also Mike Bruckmüller, der in den letzten Rennen immer wieder durch kleine Probleme gehindert wird sein wahres Potential auszuspielen. Sein Gegner ist Bert Gorselitz. Bert, der mit dem GSK Motorsport Team den ex-Porsche 924 über Winter in einen Audi umgebaut hat war bereits einmal Meister der Supro ET Challenge. Was dann folgt ist eines der sportlichen Highlights  des Wochenendes. Durch den Umstand einmal nicht in Zeitnot zu sein werden, werden die Finalteilnehmer in den Vorstart geschoben um sich dort unter der Moderation von Benni Voss raceready anzuziehen und in das Auto zu setzen. Das Publikum nahm dies wohlwollend auf. Dies gibt dem Finale den Rahmen, dem ihm gebührt. Schöne Sache das. Als beide dann vom Burnout zurück sind und stagen, sind wir nur noch Sekunden von einem der packendsten Duelle des Rennwochenendes entfernt. Bert fährt 8.963 Sekunden auf seinen 8.96 Sekunden Dial in, also + 0.003 Sekunden. Kann man das toppen? Ja, Mike schafft es + 0.002 Sekunden über seinen 8.63 Sekunden Dial In zu fahren. Dabei schafft er noch eine RT von .005 Sekunden, das kann Bert in diesem Lauf nicht unterbieten. Jubel im Vorstartbereich und auf der Tribühne. Danke Jungs, das ist beste Werbung für Bracket Racing. Die Strecke hat dieses Mal keinen Einfluss auf den Ausgang, beide kommen super von der Ampel weg. Der Aktuelle Punktestand findet ihr unter der Rubrik Punktestand.

„Da denkt man, man hat schon alles gesehen und dann kommt so etwas“, dieses Zitat beschreibt es sehr gut, was am Wochenende in Hockenheim bei bestem Dragster Wetter abläuft. Bei den PRD eine Woche zuvor hat es sich schon angedeutet, die Strecke ist in diesem Jahr nicht von der Qualität der vergangenen Jahre. Trotz übermäßigem Einsatz der Streckencrew, welche auch in den vergangenen Jahren für den guten Grip verantwortlich war, gelingt es nicht, den bekannten NOX Standard zu halten. Die Verhältnisse führen dazu, dass die Klassen Pro Stock, Pro Mod, Top Methanol Funnycar und Top Fuel Dragster nach drei samstäglichen Qualifikationsläufen kollektiv beschlossen, keine weiteren Läufe auf der Bahn zu machen. Wer dort war hat gesehen, dass speziell diese Klassen nicht von der Startlinie loskamen und ein Geradeauslauf sich extrem schwierig gestaltet. Das bedeutet, die UEM Bikes und die Top Methanol Dragster sind die Pro Klassen, welche ein Rennen ausfahren.

Das hat am Renntag zur Folge, dass die Sportsmanklassen eine ungewohnt gewichtige Stellung einnehmen. Sie sind auf einmal ein wichtiger Teil des Ganzen, der in der Regel immer von  den „Big Boys“, den nur zum Teil startenden Pro Klassen eingenommen wird. Das hat zur Folge, das z.B. die Fahrerinnen und Fahrer der Junior Nationals im Burnoutbereich vor den Finalläufen der Pro Klassen geehrt werden und Pokale für die Veranstaltung überreicht bekommen. Das hat auch zur Folge, dass die Sportsman Finalisten in die Arena geschoben, dort anmoderiert werden und sich dann erst in das Fahrzeug setzen um die Finalläufe zu fahren. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die wir uns auch für diese Klassen immer gewünscht haben, leider nur durch den Umstand, dass man Zeit übrig hat.

Das Wochenende hinterlässt nicht nur einen Beigeschmack, es hinterlässt auch ein weiteres Fragezeichen für den Europäischen Dragsterkalender von 2013, denn in Santa Pod muss was an der Strecke passieren, sie ist im laufe der Zeit „wellig“ geworden und hat das vertrauen mancher Klassen verloren, nun noch Hockenheim. Was wird mit der Rico Anthes Quartermile geschehen. Ein neuer Belag ist versprochen und das die neue Strecke in Beton gegossen werden kann steht auch im Raum. Das wären super aussichten für die Zukunft, die an diesem Wochenende leider nichts an den Streckenverhältnissen ändern.

(Quelle: Der Beschleuniger.de)

 

Santa Pod Finals 06.09. – 09.09.2012

7 Tage Sonnenschein und heisse Temperaturen, eigentlich nicht das Wetter, welches man von England gewohnt ist. Für die Finals in Santa Pod hatten wir reichlich davon. Aber der Reihe nach.

Treffpunkt Montagmorgen in Basel am Zoll mit Thomas und Natalie Haas. Wir durften uns bei ihnen anhängen, damit die Fahrt, welche ohnehin lange ist, nicht noch durch langes Suchen von uns noch länger wird. Vielen Dank dafür euch beiden und natürlich auch Adriaan. Sonnenschein war auf der Fahrt auch immer unser Begleiter und so hofften wir auf weiterhin gutes Wetter für die ganze Veranstaltung. Dienstagnachmittag, Ankunft auf dem Rennplatz in Santa Pod. Ich war überwältigt von der Grösse des Geländes. Nach ein paar Schwierigkeiten mit unseren Stellplätzen machten wir uns nur zu zweit an den Aufbau unseres Lagers, welches für die nächsten 6 Tage unser Heim werden sollte. Mike 2 und mir wurde erst klar, wie viel Gepäck wir im Crafter mitschleppten, als wir das Gepäck der Crew, welche mit dem Flieger erst ein Tag später anreiste, ausgeladen hatten. Schnell erhielten wir denn Uebernamen „Pfadilager“. Alles aufgebaut und ziemlich erschöpft durften wir bei Natalie ein feines Risotto als Abendessen mit Bier und Wein geniessen. Erschöpft aber mit voller Freude auf die Kommenden Tage, ging die Reise in das Traumland. Mittwochmorgen nach einer bitter kalten Nacht war die Sonne und der Wolkenlose Himmel noch immer da, was für eine Freude! 09.00 Ankunft von dem Rest der Crew, welche sich alle freuten nichts mehr aufbauen zu müssen. Folglich stand „Futter“ Einkaufen für 10 Personen auf dem Programm, da mit der Crew auch die beiden Mietwagen eintrafen. Der SEAT Ibiza wurde beim Tesco in Wellingborough bis unters Dach vollgestopft (Es war aber nicht die letzte Fahrt). Nach einem Mittagessen von Roger zubereitet, machten wir uns an die Kipphebel und stellten uns danach in die fast endlos lange Schlange der Wagenabnahme, wo wir dann 3 Stunden für den Check warten mussten. Das Abendprogramm war wie fast immer bei uns feucht fröhlich.

Donnerstag, der Tag der Quali

Frühaufstehen nach einer tollen Party vom Vorabend das geht nicht bei allen gut. Was der Tag aber noch so bringen wird an positiven, wie auch negativen wussten wir alle noch nicht. Jedoch wieder Sonnenschein und keine Wolke in Sicht. Keine Pistenkenntnisse und noch voller guten Hoffnungen von Hockenheim geben wir einen Dial von 8.60 an, welchen wir dann aber auch mit einer 8.44 killen. Ratlose Gesichter und Freude an der guten Zeit, werden wir übermütig und geben für den 2. Lauf eine 8.18 an damit wir nicht unterfahren. Der 2. Lauf wird überschattet von einem nicht korrekt aufgesteckten Kerzenstecker, welcher uns eine Zeit von gerade mal 8.90 beschert, für eine Quali zu weit von 8.18 entfernt. Weiter zur 3. Runde und noch immer guten Mutes mit 8.18, fällt am Vorstart der Bremsfallschirm aus der Halterung, ärgerlich war lediglich, dass wir den Vorstart und somit Runde 3 verlassen mussten. Doch wir gaben die Hoffnung nicht auf und kämpften tapfer weiter. Langsam wurde uns der 8.18 Index ein bisschen zu heiss und hoben diesen auf 8.40 an. Dann unser Glück, gefahren wird in dieser Runde eine 8.44 was unser bester Lauf bleiben sollte auch für die Quali was Rang 27 bedeutete, somit in dem 32 Feld für das Rennen drin waren. An Donnerstag konnten wir 6 Läufe absolvieren, unglaublich, wo bitte kann man das in unserer Klasse. Die Freude über die Qualifikation ist am Donnerstagabend gross, als dann René Ehrismann noch unangemeldet erschien, wurde ein weiterer Abend in gemütlichen beisammen sein verbracht.

Freitagmorgen, es wurde schon fast langweilig, wieder Sonnenschein pur und keine Wolke weit und breit. Die letzten 2 Qualiläufe standen auf dem Programm, und wir versuchten uns noch ein wenig zu verbessern, was uns aber nicht mehr gelang. Freude hatte ich an meiner Persönlichen Bestzeit von 8.30 Sekunden an diesem Freitag und natürlich das wir noch immer für das Rennen Qualifiziert sind.

Samstag, Renntag

Wir wussten das wir mit Gilles einen harten Gegner erhalten haben und es Schwierig werden wird, diesen aus dem Rennen zu werfen, aber wenn ich in diesem Sport eines gelernt habe, dann ist es das, dass nichts unmöglich ist. Mit dieser Einstellung treten wir Gilles am Start gegenüber, und verlieren. Na ja was soll ich sagen, ich habe an der Ampel gepennt und somit hatte ich keine Chance mehr. Es war mal wieder ärgerlich, weil von den Index Zeiten ich gewinnen hätte können. „Thats Racing“

Santa Pod Finals ein Anlass, welcher man Sehen muss, sei es als Fahrer oder als Zuschauer, es  ist und bleibt ein Hochgenuss. Wir konnten an 3 Tagen insgesamt 9 Läufe absolvieren, je nach weiterkommen sogar mehr, wo gibt es so was?! Eine absolut gut präparierte Strecke und ein noch besseren Support für Fahrer und Crew. Nach dieser Erfahrung kommen wir nächstes Jahr gerne wieder, auch wenn uns bewusst ist, dass wir mit dem Wetter unglaubliches Glück hatten, denn dieses blieb bis Sonntagabend so.

Vielen Dank an das ganze Team 74, welches nun in die Winterpause geht.

Mike Bruckmüller